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Kämpferinnen

Ein Feld das bisher kaum bis gar nicht beachtet wurde sind spezielle Schwerter für Frauen. Jeder Kämpfer der an ein Schwert für Frauen denkt betitelt diese meist mit Wörtern wie Zahnstocher oder Flohpeitsche. Die Verbindung von Schwertern für Frauen und Waffen die sehr kurz, schmal, leicht und fast auf den Parier ausbalanciert sind ist zwar sehr geläufig aber falsch.

Kriegerin

Ein Kriegerinnenschwert muss kein Zahnstocher sein denn eine besondere, physische Eigenschaft der Frau setzt ganz andere Eigenschaften an dem Schwert voraus und bringt zusätzlich völlig neue Möglichkeiten in der Schwertgestaltung mit sich.

Ich selbst bin noch bis vor kurzem den oben genannten Vorurteilen erlegen und habe in der Beratung von Kämpferinnen immer zu sehr leichten Waffen geraten. Seit längerem werden auf größeren Heerlagern Workshops für Frauen angeboten die auf der Erkenntnis einer Besonderheit der Frau fußen. Ich habe das Glück gehabt von einigen renommierten Kämpferinnen in diesem Punkt aufgeklärt und informiert worden zu sein.

Die Besonderheit ist, dass Frauen Schwerter, in der Ruhestellung, automatisch in einem 45 Grad Winkel von sich weg halten während Männer die Waffen in einem 90 Grad Winkel halten. Ist das Schwert zu stark ausbalanciert also der Knauf zu schwer, dann zwingt das Schwert die Hand der Kämpferin in einen 90 Grad Winkel was eine unnötige Anstrengung sowie kein perfektes Handgefühl bedeutet.

Es geht also darum die Waffe für eine Kämpferin so auszubalancieren, dass das Schwert in der Ruhestellung leicht nach vorn kippt. Wird dieser Punkt berücksichtigt, wird aus einem Fremdkörper der sich anders verhält als der eigene Körper eine Armverlängerung höchster Präzisität. Durch die Möglichkeit des nach vorn verlagerten Balancepunktes ergibt sich nun natürlich auch die Möglichkeit die Klinge optisch länger, breiter und steifer zu gestalten während der Knauf kein riesiger Klotz mehr sein muss sondern wesentlich feiner und kleiner sein kann.

Diese Erkenntnis will ich nun als erste Schwertschmiede in Zusammenarbeit mit entsprechenden Kämpferinnen voran treiben und in die zukünftige Produktion entsprechend einfließen lassen.